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Jahreswechsel: Rückblick und Ausblick 2012

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

und wieder geht ein Jahr vorüber, Anlass für uns Bilanz zu ziehen aber auch ein Blick in die Zukunft zu richten.

Der VdUSH hat die satzungsgemäßen Aufgaben wie die politische Interessenvertretung der Urologen, die einheitliche Meinungsbildung über eine fachgerechte Versorgung in der Urologie als auch die gemeinsame Interessenvertretung gegenüber anderen am Gesundheitswesen beteiligten konsequent wahrgenommen.

Schwerpunkt war hier in den letzten Jahren die Fortbildungen von uns Urologen und unseren Mitarbeitern welche sich bewährt und etabliert haben.

Der VdUSH 2003 gegründet, als autonome regionale Interessenvertretung, ergänzend zum Berufsverband Der Deutschen Urologen (BDU e.V.) hat seine Zielsetzung in all den Jahren erfüllt, insbesondere die Interessenvertretung gegenüber anderen im Gesundheitswesen wie u.a. der Ärztegenossenschaft Nord.
Mittlerweile hat sich die Landschaft der Beteiligten im Gesundheitswesen gravierend geändert, welche wir mit einem Verein der Urologen auch in Schleswig-Holstein nicht mehr gerecht werden.

Regionale Praxisnetze, urologische Gruppierungen, Netze und Verbünde bilden künftig die neuen Versorgungsformen, die wir mit einer Vereinsstruktur nicht mehr steuern können und wollen.
Urologische Netze und Verbünde haben sich regional gebildet bzw. sind im Aufbau, um künftig urologische Versorgung sicherzustellen. Kriterien wie Verbindlichkeit, Qualität, Qualitätssicherung haben den Zweck, Ziele wie eine sektorübergreifende, integrierte urologische Versorgung zu fördern , verpflichtend die klinisch stationäre und ambulante Versorgung zu verzahnen und Grundstrukturen einer urologischen Versorgungsforschung aufzubauen. Durch definierte Leistungs - und Qualitätsstandards mit Einhaltung von leitlinienkonformen Behandlungspfaden unterstützen Netze wie das NordOstsee-Prostatanetz ( NOP ) Ihre Arbeit und Sie profitieren künftig u.a. von verhandelten Selektiv-Verträgen und integrierter Versorgung.


Das verabschiedete Versorgungsgesetz im Dezember 2011 mit Wirkung zum 01.01.2012 schafft insbe-sondere für uns Urologinnen/Urologen in Praxis und Klinik die überfällige Gesetzesgrundlage für Ko-operationen.
Dazu gehört die „ambulante spezialfachärztliche Versorgung", die den alten § 116b ablöst (ein In-strument eher der Konfrontation als der Kooperation zwischen Klinik und Praxis).
Die Anpassung des § 115a und § 115b aber auch die Berufsausübungsgemeinschaft ( BAG ) sei es regi-onal und überregional und auch in Teilbereichen wie der Uroonkologie sind hier zu nennen.
Gerade im Rahmen der Neuregelung der Bedarfsplanung ( Aufkauf von Praxen bei Überversorgung durch KVen ) sichern die BAG und Netze unsere Freiberuflichkeit in Praxis und Klinik.
Insbesondere den Leistungserbringerstatus für „qualifizierte" Ärztenetze im GKV- System konnten wir im Verbund mit Ärztegenossenschaften beim Gesetzgeber über das Versorgungsstrukturgesetz ein-bringen.
Das erfordert künftig verbindliche Strukturen und Prozesse, die ein Verein nicht leisten kann. Aus die-sem Grunde hat der VDUSH sein erstes Netzwerk das NordOstsee-Prostatanetz gegründet. Hier gilt es künftig die Aktivitäten zu entfalten, denn „verstärkt zusammenarbeiten" ist die Devise, um künftig dem demografischen Wandel auch in der Urologie zu bewältigen.
Auf der Mitgliederversammlung des VdUSH in Timmendorfer-Strand am 13.November wurde deshalb mit über 2/3 Mehrheit ( 1 Gegenstimme + 1 Enthaltung ) der Vorstand beauftragt den VdUSH zum Ende 2012 aufzulösen und den Verein abzuwickeln.
Die Lobbyinteressen der Urologie sieht die Mitgliederversammlung des VdUSH in den Händen des BDU e.V., sei es in Schleswig-Holstein und/oder auf Bundesebene.
Für die wirtschaftlichen Interessen der Urologen hat der BDU e.V. mittlerweile eine eigene Genos-senschaft, den BUND DER UROLOGEN e.G. geschaffen.
Für die regionale urologische Versorgung in Praxis und Klinik gewinnen dagegen lokale urologische Netze und Partnerschaften künftig an Bedeutung. Der Leistungserbringerstatus für Ärztenetze bringt uns Urologinnen/Urologen ganz neue Chancen, die es gilt zu nutzen.

Mit dem NordOstsee-Prostatanetz verfügt der VdUSH über eine richtungsweisende Struktur, die es gilt jetzt auszubauen und in Schleswig-Holstein zu etablieren.
Der Vorstand des VdUSH empfiehlt Ihnen die Mitgliedschaft im NOP, ein Verbund niedergelassener und im Krankenhaus tätiger Urologen.
Dieser sektorübergreifende Zusammenschluss hoch qualifizierter Fachärzte garantiert eine flächen-deckende, wohnortnahe Versorgung und weiterhin bestmöglichen Wissens- und Erfahrungsaustausch.

Wir dürfen uns für Ihre Unterstützung, Mitarbeit - und Gestaltung in all den Jahren bedanken.Stärken Sie den BDU eV und NOP mit Ihrer Mitgliedschaft. Denn nur gemeinsam und miteinander können wir profitieren und kommen weiter. Alles andere sind unnötige Reibungsverluste und schaden uns nur allen.

Im Namen des Vorstandes des VdUSH und des NOP darf ich Ihnen, Ihren Familien und Mitarbeitern besinnliche Weihnachtstage und ein gesunde, erfolgreiches neues Jahr 2012 wünschen.

Ihr

 


Axel Schroeder