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Aktuelles

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BDU - BERUF + POLITIK + VERBAND

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Das Jahr 2011 war für uns ein erfolgreiches, mit folgenden Schwerpunkten: Die zukunftsweisende Positionierung in der Uroonkologie mit den Zielsetzungen „Onkologievereinbarung" und „Musterweiterbildungsordnung", die Initiative Versorgungsforschung, die Mitgestaltung des Versorgungsgesetzes und die Neustrukturierung des Berufsverbandes.

In diesen Tagen hat das Versorgungsgesetz den Bundesrat passiert - damit tritt das Gesetz zum 01. Januar 2012 in Kraft. Wir Urologen erwarten mehr von der Gesundheitspolitik der Bundesregierung.
Nach einem GKV-Finanzierungsgesetz in 2010, kommt in 2012 das GKV-Versorgungsstrukturgesetz mit Neuregelung der Bedarfsplanung und der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung. Wir sehen hier Chancen für eine verbesserte Patientenversorgung doch auch die Risiken in diesem Versorgungsgesetz. Diese gilt es jetzt in der Umsetzung zu minimieren.
So greift nun die von uns eingeleitete Strukturreform des BDU planungsgemäß, die Ausgestaltung neuer Versorgungsstrukturen voranzutreiben.
Anfang 2012 wird der BDU u.a. einen Geschäftsführer einstellen und ein Büro in Berlin eröffnen, um die gesteckten Ziele der Agenda 2014 umzusetzen. Dazu gehören u.a. die Themen "Pflege" und "Prävention" in der Urologie. Mit einem Geschäftsführer, Beratern und Räumen in Berlin wollen wir die vielfältigen Aufgaben des BDU künftig meistern und setzen auf neue Tatkraft und frische Ideen. Der BDU ist somit neu positioniert, effektiv aufgestellt und für die Zukunft gerüstet.

Ihnen, Ihren Mitarbeitern und Familien wünsche ich besinnliche Weihnachtstage und ein gesundes, erfolgreiches Jahr 2012!

Dr. Axel Schroeder
Präsident des BDU e.V.

BERUF + POLITIK + VERBAND
Ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV)
Mit der spezialfachärztlichen Versorgung nach § 116b haben wir den Weg frei gemacht, für mehr Kooperation. Vertragsärzte können künftig Leistungserbringer nach § 116b werden. Kooperation statt Konkurrenz zwischen Praxen und Kliniken ist jetzt möglich und angesagt. Die für uns Urologen wichtige ambulante spezialfachärztliche Versorgung wurde umgebaut. Es herrscht jetzt fachliche Kooperationspflicht in der ambulanten Uroonkologie, Facharztstandard und in der Regel ein Überweisungsvorbehalt durch den Facharzt. Die Behandlungsliste ist auf „schwere Verlaufsformen von Erkrankungen mit besonderen Krankheitsverläufen, seltenen Erkrankungen und Erkrankungszuständen mit entsprechend geringen Fallzahlen sowie hochspezialisierte Leistungen" beschränkt. Diese gilt es jetzt zu definieren. Neben einem Leistungskatalog sind die Kriterien der Qualifikation und Honorierung durch den G-BA festzulegen. Es erfolgt keine Honorarbereinigung zulasten der Hausärzte und der fachärztlichen Grundvergütung. In 2012 ist mit der neuen Facharztschiene allerdings noch nicht zu rechnen!

§ 115a
Vertragsärzte als Leistungserbringer für stationäre Leistungen (prä/poststationär) im Krankenhaus und/oder Praxis sind zugelassen. Gesetzliche Klarstellung, nach der Krankenhäuser, vor- und nachstationäre Behandlung auch durch hierzu beauftragte Vertragsärzte (z.B. in der Praxis) erbringen können.

§ 115b
Ambulante Operationen gehören nicht zur ASV!
Aber jetzt können auch Vertragsärzte am Krankenhaus Leistungen nach § 115b erbringen und mit Krankenhausärzten kooperieren.

MVZ
Die Gründungsberechtigung für Medizinische Versorgungszentren (MVZ) ist im Wesentlichen auf Vertragsärzte und Krankenhäuser in Form einer GbR oder Partnergesellschaft begrenzt. Nichtärztliche Dialyseleistungen und Genossenschaften dürfen auch ein MVZ gründen, aber keine Aktiengesellschaften. Ordnungspolitisch ist das sehr fraglich.

GOÄ-Novelle
BDU fordert mehr Geld! Kommt in dieser Legislaturperiode noch eine neue GOÄ? Minister Daniel Bahr bremst - die Signale sind derzeit widersprüchlich. Die neue GOÄ darf auf alle Fälle nicht schlechter ausfallen! Die aktuellen Erfahrungen mit der GOZ sprechen für sich.

Privatrechnungen
Die Verjährungsfrist beachten!
Ausstehende Forderungen von 2008 sollten jetzt noch schnell angemahnt und eingeklagt werden. Ärztliche Honorarforderungen unterliegen einer 3-jährigen Verjährungsfrist. Die Verjährung beginnt mit dem Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstanden bzw. die Rechnung erstellt wurde.

Patientenrechtegesetz
Kommt mit dem Patientenrechtegesetz die Umkehr der Beweislast? Die Umkehr der Beweislast bleibt wohl aus. Der BDU kann die aktuelle Diskussion kaum noch nachvollziehen, geht es doch lediglich darum, geltendes Richterrecht in eine Gesetzesform zu gießen. Generell muss der Patient auch künftig die Beweislast tragen, von groben Behandlungsfehlern, unvollständiger Dokumentation und unterlassener Befunderhebung einmal abgesehen.

KV entschädigt für geräumte Praxis
Zulassungsausschuss mit neuem Abwrackrecht. Neu: Vertragsarztsitz wird nur noch nachbesetzt, wenn es der Zulassungsausschuss will. Statt Praxisverkauf, gibt es eine KV-Entschädigung zum Verkehrswert. Die Übertragung von Vertragsarztsitzen und Verlagerungen von Vertragsarztsitzen dürfen daher bei deren Abwicklung doch erheblichen bürokratischen Aufwand verursachen. Ausgenommen bei Übertragung an Ehegatten, Familienangehörige und Praxispartner.
Dies unterstreicht auch noch einmal die künftige Bedeutung einer Berufsausübungsgemeinschaft (BAG), insbesondere auch überörtlich!

BDU e.V. beauftragt BUND e.G. mit Seminarreihe „BAG"
"Ja" zur überörtlichen Berufsausübungs-gemeinschaft - ein Seminarangebot für Urologinnen/Urologen in 2012. Weniger Bürokratie, mehr Freizeit, höheres RLV, Erhalt der urologischen Kompetenz. In der eigenen Praxis bleiben, aber Vorteile der Kooperation nutzen. Apparategemeinschaften nutzen, ein vollständiges Leistungsspektrum anbieten, ohne alle Zusatzweiterbildungen vorhalten zu müssen.
Termine folgen u.a. unter www.bund-der-urologen.de


TERMINE
21.12.2012
Hauptausschuss online

20.01.2012
Strukturkommission Berlin

03.02.2012
Gemeinsame Sitzung Präsidium BDU und Vorstand DGU ; Präsidiumssitzung BDU ; Düsseldorf

22.02.2012 - 25.02.2012
Deutscher Krebskongress, Berlin
20.04.2012 - 22.04.2012
Präsidiumssitzung und Hauptausschusssitzung in Kiel

03.05.2012 - 05.05.2012
Urologie aktuell Dresden

29.05.2012 - 01.06.2012
3. Urologisches Sommerforum Sylt/ Kampen www.bund-der-urologen.de



IMPRESSUM
Herausgeber + Redaktion:
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