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KV zieht bei Rückstellungen die Notbremse

Ärzte Zeitung online, 09.03.2017

Schleswig-Holstein

KV zieht bei
Rückstellungen die Notbremse

BAD SEGEBERG. Die Rückstellungen der KV Schleswig-Holstein (KVSH)
haben eine Höhe erreicht, die nicht mehr den zu erwartenden Risiken
entsprechen. KVSH-Vorstand Dr. Ralph Ennenbach arbeitet derzeit an einem
Modell, das eine Reduzierung der Rückstellungen vorsieht – zugunsten einer
Stützung der Restpunktwerte.

Aktuell haben die Rückstellungen im Norden eine Höhe von 50,8 Millionen Euro
erreicht, wie Ennenbach auf der jüngsten Abgeordnetenversammlung der KV in Bad
Segeberg informierte.

Er schlug ein Modell vor, das für Haus- und Fachärzte jeweils Rückflüsse in
Höhe von rund 7,5 Millionen Euro bedeuten würde. Mit diesen Mitteln könnten
nach seinen Überlegungen die jeweiligen Restpunktwerte gestützt werden. Die
Rückstellungen für Hausärzte könnten nach diesem Modell von 15,3 auf elf
Millionen Euro, die der Fachärzte von 18,8 Millionen Euro auf 15 Millionen Euro
und der vor Trennung gebildete Rückstellungstopf für Labor und Notdienst von
16,7 Millionen Euro auf 9,9 Millionen Euro reduziert werden.

Die verbleibenden Mittel für Rückstellungen wären nach seiner Berechnung
ausreichend für die zu erwartenden Risiken in den jeweiligen Bereichen. Unter
den Abgeordneten, die erst in der kommenden Sitzung entscheiden müssen, stieß
Ennenbachs Anregung, die frei werdenden Mittel für die Stützung des
Restpunktwertes zu verwenden und damit die ambulante Versorgung attraktiver zu
machen, auf Sympathie. (di)